Großübung 2004

Am Freitag, dem 23. April2004 wurde in Wesseling eine Einsatzübung GSG durchgeführt an der ca. 350 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Erftkreis, der Werkfeuerwehren ortsansässiger Betriebe,der Hilfsorganisationen, der Polizei, der Stadt Wesseling und der HGK beteiligt waren.

 

Schadensort: Wesseling Berzdorf

Schadenereignis: " Entgleister Eisenbahnkesselwagen mit unter Druck verflüssigtem Ammoniak "

Ammoniak:

Als Grundstoff oder Zwischenprodukt wird Ammoniak verwendet zur Herstellung von :
. Natriumkarbonat (z.B. für Seifen und Waschmittel)
. Salpetersäure (z.B. für Düngemittel, Farbstoffe, Sprengstoffe)
. Harnstoff (z.B. für die Pharmazie und Kosmetikproduktion)
. Chemiefasern (Kunststoffe, Textilien etc.)
. Blausäure (z.B. zur Schädlingsbekämpfung)
. Düngemitteln

Ziele der Übung:

Überprüfung der Alarm- und Meldewege
Durchführung der Schadenbekämpfung
Zusammenarbeit der Feuerwehren untereinander,mit den beteiligten Behörden , Firmen und mit den Hilfsorganisationen
Überprüfung des zeitlichen Ablaufes

 22:35  Eingang der Schadenmeldung in der Leitstelle. "Entgleister Zug mit zwei Achsen und austretendem Gefahrstoff UN-Nr.: 1005. Lokführer ist verletzt.
 22:37  Meldung geht in Wesseling ein.
 22:39

 Feuerwehr Wesseling und Rettungsdienst Brühl rücken aus.

 

 

 

Bei der Anfahrt zur Einsatzstelle erhält der Einsatzleiter Info über Windrichtung und Windgeschwindigkeit. Er veranlasst die Benachrichtigung der Polizei zur großflächigen Absperrungen, dass Abschalten der Fahrdrahtleitung und die Benachrichtigung der an die Einsatzstelle angrenzenden Werke

Einsatzleitung Brandinspektor Nicholas Gafron

Folgende Abschnitte werden eingeteilt:

Abschnitt Messeinheit:  BI Klösgen
Abschnitt Chemie:  BI Kahl
Abschnitt Berieselung:  HBM Kürten

Menschenrettung:

Der verletzte Lokführer konnte gerettet werden

Abschnitt: Schadensbekämpfung GSG

Abschnittsleiter: Brandinspektor Paul Kahl

Austritt ca. 10 Liter pro Minute Ammoniak in flüssiger Form. Ein Auffangbehälter wurde Aufgestellt. Ein defekter Flansch konnte geschlossen werden. Schadstoffmessungen vor Ort Dekontamination

Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Wesseling und der Werkfeuerwehr Degussa.
Unterstützung im Rahmen von TUIS - praktische Hilfe - Beratung vor Ort

 

Abschnitt: Berieselung/Wasserschleier

Abschnittsleiter: Hauptbrandmeister Horst Kürten

Mit 16 C-Hydroschilder wurde eine Wasserwand rund um die Einsatzstelle aufgebaut. Eine Druckerhöhung durch die Stadtwerke veranlasst. Das Abwasserwerk wurde informiert, ein Mitarbeiter des Abwasserwerkes und die untere Wasserbehörde waren vor Ort.

Abschnitt Messeinheit:

Abschnittsleiter: Bernd Klösgen

Umfangreiche Messungen vor Ort und im Stadtgebiet wurden durchgeführt und protokolliert. Die an grenzenden Werke führten eigne Messungen durch.

Einsatzleitung Vorort

Die Einsatzleitung vor Ort nutzte zunächst den ELW II der Feuerwehr Wesseling als Führungsmittel. Nach Eintreffen stand dann der Abrollbehälter ELW II des Erftkreises zur Verfügung.

 

Floria Erft 100

Die Einsatzleitung richtet Bereitstellungsräume ein

Polizei

12 Beamte vor Ort

22:42 Uhr Info an die Polizei

22:48 Uhr Rückmeldung vom Einsatzort konkrete Aufträge wurden erteilt.

Ein Verbindungsbeamter war in der Einsatzleitung, die Hundertschaft wurde fiktiv alarmiert

Bereitschaftraum Brühler Str. !

MANV II

Die Einsatzleitung löste vorsorglich über die Leitstelle MANV II aus. Ein Parkplatz eines Baumarktes wurde als Aufstellungsraum für einen Behandlungsplatz und als Bereitstellungsraum zugewiesen.

 

Die Organisationsleitung beim Aufbau des Behandlungsplatzes. Zeitliche Vorgabe nach Alarmierung: 45 Minuten.

 

Der Leitende Notarzt und der Organisationsleiter, sowie 102 Helfer der Hilfsorganisationen waren im Einsatz

 

Der Platzbedarf u.a. für die Fahrzeuge ist enorm. An- und Abfahrt müssen gewährleistet werden. Es bedarf der Koordination.

 

Logistik: 29 Feuerwehrmänner der Feuerwehr Brühl standen für Logistikaufgaben und als Träger zur Verfügung.